Jane
15.2.2026 um 13:53Uhr

Ausführung der Übungen bei Hunden mit Deprivationssyndrom?

Dank eines Hinweises von Daniel (🙏🏼) in einem Video aus dem Bindungskurs bin ich aufs Deprivationssyndrom aufmerksam geworden. Ich frage mich nun, worauf ich grundsätzlich in der Umsetzung/bei den Übungen achten soll, wenn ich beobachtet habe, dass mein Hund einen Deprivationsschaden hat?

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Team
17.2.2026 um 17:47Uhr

Hallo Jane, ein Deprivationsschaden entsteht meist, wenn der Hund als Welpe wenigen oder keinen Reizen ausgesetzt war. D.h., dass die Hunde meist Probleme mit ihrer Umwelt oder auch Menschen zeigen. Da sie viele Situationen immer wieder von neuem bewerten müssen, hat man manchmal den Eindruck, dass sie im Training nur wenige Fortschritte machen. Führe das Training also in jedem Fall dort durch, wo es funktioniert, im Prinzip wie bei anderen Hunden auch, es ist allerdings möglich, dass ihr irgendwann an eure Grenzen stoßt und es beim Training nicht mehr weitergeht. Dann spielt und übt an den Orten, an denen sich dein Hund wohlfühlt. Je nachdem, wie sich der Deprivationsschaden äußert, ist zum Beispiel Nasenarbeit wie Mantrailing manchmal sehr hilfreich, da die Hunde sich dann ganz auf ihre Aufgabe konzentrieren und durch den Erfolg auch selbstbewusster werden. Manchmal kann auch ein selbstbewusster Zweithund hilfreich sein. Ich kenne auch Hunde, die sich trotz mangelnder Reize im Welpenalter noch gut weiterentwickelt haben. Es dauert nur seine Zeit. ☺️ Ich hoffe, ich konnte dir deine Frage weitestgehend beantworten, es hängt natürlich davon ab, wie sich das Deprivationssyndrom bei deinem Hund zeigt. Liebe Grüße Beate vom Team der Doguniversity

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