Sandra
9.2.2026 um 10:08Uhr

schiebende Hilfe bei Hundebegegnungen sinnvoll?

Hallo Dana, vielen Dank erst einmal für die tollen Seminare und die vielen Aha-Effekte. Wir üben weiter fleißig, haben aber noch eine Frage zur schiebenden Hilfe. In der Übung zu Hause: Wenn ich meinen Hund irgendwohin schicken möchte, dann klappt das wunderbar. Oder manchmal möchte ich auch nicht, dass er mir folgt. Dann drehe ich mich ein und schicke ihn weg. Aber bei der schiebenden Hilfe, wo ja dieses Gespräch stattfinden soll, haben wir Probleme. Wenn ich meinen Hund körpersprachlich von mir wegschiebe und mich auf ihn zubewege und auch leicht über ihn beuge, dann rührt er sich kein Stück. Entweder starrt er auf den Fußboden vor mir oder guckt einmal kurz hoch und wieder weg oder durch meine Beine durch. Wenn ich weiter schiebe (ich stehe im Grunde schon Fuß an Pfote), dann dreht er ab und läuft woanders hin. Ich angele ihn dann an der Leine zurück und mach das ganze nochmal. Irgendwann setzt er sich und guckt mich an. Nun frage ich mich, ob diese kurzen Blicke ganz am Anfang eigentlich schon ein „jaja hab ich verstanden“ waren oder ob ich wirklich immer weiter machen muss, bis er mich direkt ansieht? Aber woher weiß er, dass er jetzt nicht einfach abdrehen und woanders hingehen soll, sondern mit mir ins Gespräch gehen soll? Und in der Praxis führt das dann zum gleichen Problem. Er fängt sobald er Mensch oder Hund sieht, an zu starren. Ich möchte ihn gleich am Anfang da raus holen. Wenn der Hund weit genug weg ist, schaffe ich es, dass er mich ansieht und dann gibt es einen Keks. So kommen wir einigermaßen gut vorbei. Aber manchmal ist der andere Hund plötzlich da und dann geht mein Hund sofort in Position (aufrecht, hechelnd, starrend, in die Leine). Das versuche ich dann über das Schieben zu regeln. Aber da kann ich ihn schieben wie ich will, er guckt mich kurz an, aber sobald ich mich rausdrehe, starrt er wieder. Es ist quasi ein Tänzeln zwischen vor und zurück, mich ansehen, Hund ansehen. Ist die schiebende Hilfe bei Hundebegegnungen überhaupt sinnvoll?

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Team
11.2.2026 um 16:45Uhr

Hallo Sandra, vielen Dank für dein positives Feedback, darüber freuen wir uns sehr. Im Grunde hast du deinen Hund schon gut gelesen! 👍️ Der kurze Blickkontakt ist bereits die Gesprächaufnahme deines Hundes, die du sofort mit der ziehenden Hilfe und einem Lob bestätigen solltest (gutes Timing ist hier wichtig). Auf diese Weise lernt dein Hund, dass er das richtige Verhalten zeigt, in dem er seine Aufmerksamkeit auf dich richtet. Wenn du aber noch mehr Druck machst, weiß er nicht, wie er sich verhalten soll und schaut weg, zeigt also dann eher ein beschwichtigendes Verhalten. Hier seid ihr also auf einem guten Weg, aber noch am Anfang. Deshalb ist es in Situationen mit Hundebegegnungen noch nicht sinnvoll, die schiebende Hilfe anzuwenden. Führe deinen Hund möglichst zügig und ruhig an dem anderen Hund vorbei, du kannst ihn auch mal ansprechen, wenn er dich dann anschaut und lobe ihn. Dann wäre das ja Ziel erreicht. In diesem Sinne: Weiter so! 💪️ Natürlich können wir nicht jede Hundebegegnung vorhersehen. Jeder Spaziergang ist und bleibt ein kleines Abenteuer, denn auf das Verhalten der anderen Hundehalter und Hunde haben wir ja keinen Einfluss, aber zum Glück sind die meisten Spaziergänge mit unseren Wegbegleitern doch sehr schön, oder?! 🐾️🐾️ 😊️ Liebe Grüße Dein Team der Doguniversity

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